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Fallbeispiel

Problem & Ausgangssituation

Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen aus Schleswig-Holstein war bereits sehr mehreren Jahren vertrieblich durch einen Joint-Venture-Partner in Libyen vertreten. Auch die Versorgung der Kunden in dieser Region mit Ersatzteilen bzw. deren Einbau wurde durch den lokalen Geschäftspartner abgewickelt. Aufgrund einer neuen Expansions-Strategie des Maschinenbauers sollte eine eigene Niederlassung in Libyen errichtet werden, welche zukünftig die gesamte arabische Region bedienen sollte.
Der Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen Unternehmems beauftragte Corporate Trust mit einem Reisesicherheitskonzept, um sowohl den Know-how Schutz der sensiblen Informationen als auch die persönliche Sicherheit der Expats und der Geschäftsreisenden gewährleisten zu können.

Analyse & Feststellung

Das erste Gespräch mit der Personalabteilung zeigte, dass 14 Expats aus den unterschiedlichsten Bereichen nach Libyen entsandt werden sollten und bisher nur 3 eine entsprechende Auslandserfahrung mitbrachten. Darüber hinaus waren monatlich ca. 5 Reisen von Vorständen oder Abteilungsleitern in die Region geplant, die entsprechend geschützt werden sollten. Die IT-Abteilung war zwar informiert worden, dass zukünftig auch eine Niederlassung in Libyen errichtet werden sollte, aus den Fachabteilungen konnte aber niemand entsprechende Vorgaben geben, welches Know-how konkret schützenswert sei, welche Sicherheitsmaßnahmen bei der Anbindung notwendig wären bzw. ob für die Geschäftsreisenden spezielles Reiseequipment erforderlich wäre.

Handlung & Erfolg

Corporate Trust erarbeitete ein Konzept für die Reisesicherheit aller relevanten Mitarbeiter. Dies stellte sowohl die persönliche Sicherheit der Expats und Geschäftsreisenden sicher und gab auch klare  Handlungsanweisungen für den Know-how Schutz der sensiblen Informationen des Unternehmens. Zuerst wurde eine Gefährdungsanalyse für Libyen und die wichtigsten arabischen Städte erstellt, in welche die Geschäftsreisen zukünftig gehen sollten. Dann wurde eine Sensibilisierungsschulung für alle Expats durchgeführt, zu der auch die Ehefrauen hinzugezogen wurden, weil ein Teil der Expats mit Familie reisten. Die Geschäftsreisenden wurden ebenfalls speziell gebrieft, wie sie sich in entsprechenden Situationen verhalten sollten, welche Gefahren es vor Ort gibt und wie man „heiklen“ Situationen aus dem Weg gehen kann.  Bei der Buchung der Hotels wurde Wert auf eine Auswahl unter Sicherheitsgesichtspunkten gelegt. In speziellen Fällen wurde das Hotel bzw. die Reiseroute frühzeitig vor Ort auf Sicherheitsmängel bzw. besondere Risiken auditiert. Für die Geschäftsreisen wurden spezielle Reise-Laptops konfiguriert, die verschlüsselte Festplatten enthielten und auf denen keine sensiblen Daten gespeichert waren. Bei Bedarf konnten jedoch vor Ort über eine gesicherte Leitung Daten zugeschickt werden. Außerdem erhielten alle Reisenden vor Antritt jeweils ein aktualisiertes Handout zur Lage vor Ort sowie einen Schutzsender, mit dem jederzeit ein Alarm abgesetzt werden konnte, weltweit.

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